{"id":20411,"date":"2017-12-01T15:57:07","date_gmt":"2017-12-01T15:57:07","guid":{"rendered":"https:\/\/swiss-stem-cells-science.ch\/stem-cells-can-alleviate-the-symptoms-in-juvenile-idiophatic-arthritis-patients\/"},"modified":"2024-03-13T10:09:41","modified_gmt":"2024-03-13T10:09:41","slug":"stem-cells-can-alleviate-the-symptoms-in-juvenile-idiophatic-arthritis-patients","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sscb-stembiotech.ch\/de\/news\/stem-cells-can-alleviate-the-symptoms-in-juvenile-idiophatic-arthritis-patients\/","title":{"rendered":"Stammzellen k\u00f6nnen die Symptome bei Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis lindern"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Die juvenile idiopathische Arthritis (JIA) ist eine maligne Erkrankung des Bindegewebes, die in jedem Jahr rund 1 von 1000 Kindern bef\u00e4llt, wobei etwa 1 von 10\u2019000 unter einem schwereren Verlauf leiden. JIA tritt gew\u00f6hnlich bei Kindern zwischen 6 Monaten und 16 Jahren auf. Die ersten Anzeichen sind oft Gelenkschmerzen und Schwellungen. Die Prognose bei dieser Erkrankung ist unterschiedlich: In manchen F\u00e4llen k\u00f6nnen diese Symptome zur\u00fcckgehen und sogar verschwinden. Je gr\u00f6sser die Anzahl der betroffenen Gelenke, desto schwerer die Erkrankung und desto unwahrscheinlicher ist es, dass die Symptome komplett abklingen. Die Ursachen dieser autoimmunen St\u00f6rung sind noch unbekannt, doch es d\u00fcrften sowohl genetische Faktoren als auch Umwelteinfl\u00fcsse (wie z.B. die Infektion mit bestimmten Viren) eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Die pharmakologische Behandlung dieser Erkrankung beinhaltet die Gabe von nichtsteroidalen entz\u00fcndungshemmenden Medikamenten (NSAIDs), krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARDs), intraartikul\u00e4ren\/oralen Steroiden und biologischen Wirkstoffen zur Schmerzlinderung und Entz\u00fcndungskontrolle. Diese herk\u00f6mmlichen Behandlungsmethoden sind jedoch unwirksam, da sie die Symptome nur zeitweise mildern, aber die Immunantworten der JIA-Patienten nicht komplett \u00e4ndern k\u00f6nnen. Dies erkl\u00e4rt, weshalb die Symptome immer wieder erneut auftreten, und bietet neue Perspektiven bei der Betrachtung von Ans\u00e4tzen zur Wiederherstellung der korrekten Immunantwort des Patienten. Mesenchymentale Stammzellen (MSCs) haben sich als potenzielle Quelle f\u00fcr die regenerative Medizin erwiesen, da sie multipotent sind und \u2013 was noch wichtiger ist \u2013 da sie Molek\u00fcle abscheiden, die die Immunantwort regulieren und das gesch\u00e4digte Gewebe reparieren. Aus der Nabelschnur gewonnene MSCs (UC-MSCs) haben weitere Vorteile: Ihre Immunogenit\u00e4t ist gering und ihre \u00dcberlebenszeit im Wirt ist lang.<\/p>\n<p>Vor kurzem wurde die Anwendung von UC-MSCs in der JIA-Therapie an zehn station\u00e4ren Patienten mit schwerer JIA am Zelltherapiezentrum in Xi\u2019an von einem chinesischen Team in Zusammenarbeit mit dem University of Oklahoma Health Sciences Center (Oklahoma City, USA) in einer klinischen Studie untersucht. Die Patienten im Alter von 2-15 Jahren wurden wiederholt mit Steroiden, NSAIDs, krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARDs) und biologischen Wirkstoffen behandelt, doch diese Therapien zeigten keine signifikante positive Wirkung.<\/p>\n<p>Der Schweregrad ihrer Erkrankung wurde mit dem 28-Joint Disease Activity Score<\/p>\n<p>(DAS28) und durch die Bestimmung von molekularen Entz\u00fcndungsmarkern im Blut gemessen. Dazu z\u00e4hlen die Ermittlung der Leukozytenanzahl (WBC), des C-reaktiven Proteins (CRP), der Erythrozyten-Sedimentationsgeschwindigkeit (ESR) und der Spiegel an IL-6 und TNF-alpha sowie an regulatorischen T-Zellen. Alle Patienten erhielten eine intraven\u00f6se Infusion an UC-MSCs aus derselben Nabelschnur eines Neugeborenen, w\u00e4hrend sie weiterhin mit Antirheumatika behandelt wurden. Drei Monate sp\u00e4ter wurden der Schweregrad der Erkrankung und die Entz\u00fcndungshemmer ermittelt. Daraufhin wurde eine zweite Infusion verabreicht, gefolgt von einer zweiten Beurteilung nach drei weiteren Monaten. Alle Patienten wurden ein Jahr darauf kontrolliert und vier von ihnen wurden auch zwei Jahre sp\u00e4ter weiter nachuntersucht.<\/p>\n<p>Die Daten der Kontrolluntersuchungen zeigten bereits 3 Monate nach der ersten Infusion signifikante Verbesserungen: Der DAS28-Wert war niedriger, die Krankheitsaktivit\u00e4t war gesunken und auch die Werte bez\u00fcglich WBC, CRP, IL-6 und TNF-K<sub>1\u00a0<\/sub>waren zur\u00fcckgegangen, w\u00e4hrend die regulatorischen T-Zellen (TRegs), die immunsuppressiv wirken, signifikant angestiegen waren. Derselbe Trend wurde nach drei weiteren Monaten nach der zweiten Infusion beobachtet und die Patienten konnten ihre Dosis an Antirheumatika bei guter Vertr\u00e4glichkeit reduzieren. Die Daten aus den Kontrolluntersuchungen nach einem und nach zwei Jahren zeigten, dass die Patienten eine langfristige Linderung der Symptome und der Schmerzen erfuhren, was ihre k\u00f6rperliche Entwicklung und infolgedessen auch ihr Wohlbefinden erheblich verbesserte.<\/p>\n<h6>Liming Wang, Yu Zhang, Hongtao Li, et al. (2016)\u00a0<strong>Clinical Observation of Employment of Umbilical Cord Derived Mesenchymal Stem Cell for Juvenile Idiopathic Arthritis Therapy.\u00a0<\/strong>Stem cells international<\/h6>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>stammzellen-koennen-die-symptome-bei-patienten-mit-juveniler-idiopathischer-arthritis-lindern\/<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20407,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"rank_math_lock_modified_date":false,"footnotes":""},"categories":[96],"tags":[],"class_list":["post-20411","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-therapeutische-perspektiven"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sscb-stembiotech.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20411"}],"collection":[{"href":"https:\/\/sscb-stembiotech.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sscb-stembiotech.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sscb-stembiotech.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sscb-stembiotech.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20411"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/sscb-stembiotech.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20411\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sscb-stembiotech.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20407"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sscb-stembiotech.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20411"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sscb-stembiotech.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20411"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sscb-stembiotech.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20411"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}